Huch, schon wieder?!?

Schon wieder so spät im Jahr!? Der Dezember nähert sich mit schierer Lichtgeschwindigkeit – auf dem Marienplatz meiner Lieblingsstadt steht bereits seit einer Woche der Christbaum und überall auf den Stadtplätzen, sehe ich Buden aus dem Boden sprießen.

Und habe ich da nicht gerade eine Wichtelmütze um die Ecke spähen sehen? – Oh mein Gott – der Weihnachtswichtel! Aber nicht mit mir dieses Jahr. Nein, dieses Jahr habe ich meinen Zeitplan im Griff, nicht wie letztes Jahr, als ich Mitte Dezember hektisch die Kinder auf ein gezwungen freundliches, herbei geschrieenes Weihnachtsfoto zerrte.  Allein bei der Erinnerung daran tritt mir der Schweiß auf die Stirn.

Nein, schlaue Frau baut vor, selbst ist die Frau und hinter jeder Frau steht ein Weihnachtswichtel mit erhobenem Zeigefinger und schier endloser to-do-Liste. Nicht mit mir: Die Karten sind nicht nur schon gedruckt, sondern auch geschrieben (letztes Jahr hat eine Freundin doch tatsächlich drei Karten von mir erhalten – so geht es einem, wenn der schlimme Wichtel zu viel Grog in den Abendtee mischt … Ph, nicht meine Schuld.

Dennoch, das mit den Weihnachtskarten ist ja schließlich so ein Aushängeschild der modernen Familie (den Stress mit den lieben Kleinen mal außen vor gelassen): Sein Netzwerk präsentierend heißt es bei Besuch in der Vorweihnachtszeit dann des öfteren: „Oh, Ihr habt auch die Karte von XY bekommen?!“ Das kann mal Bewunderung, Neid oder aber schier eine freundschaftliche Bekundung sein. Ich für meinen Teil habe das Gefühl mit diesen Karten einen Fußabdruck in fremden Familienterritorien zu hinterlassen.

Also gut, die Karten sind durch. Aber was ist mit all den Geschenken, die ich nicht im Internet bestellen kann? Was schenke ich der Schwiegermutter? Was dem Vater und was der kinderlosen Schwester? Halt, das ist einfach: eine gute Flasche Gin. Bei ihr macht es nichts, wenn sie die Feiertage über betrunken auf dem Sofa herumlungert, während mir hier die Kinder auf meinem Buckel herumturnen (oder weinen, weil das aktuelle Play-Staion-Spiel nicht unterm Baum lag, dafür ich … Na dann, also prost, genießen wir die Staade Zeit. Der Rest findet sich.

Bild: Wichtel Freddi von Gärtner Pötschke

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