Alltagsmüdigkeit

Wie kann man nur nicht schlafen können? Obwohl mir mein Schrittzähler bereits gegen Mittag anzeigt, dass ich mein Soll von 10.000 Schritten heute wieder spielend erreicht haben werde, komme ich vor wie ein Faultier. Ohne Probleme falle ich auf die Couch, greife ein Buch und binnen Sekunden finde ich mich in einer anderen Dimension wieder.

Ich liege am Strand, höre Meer, spüre Sonne. Keinem muss ich hinterher springen, keiner will, ich darf …

Meist schrecke ich von irgendeinem Geräusch wieder auf. Habe ich die Wäsche aufgehängt? Wann kommen die Kinder? Was gibt es zu Mittag? Wird heute nicht die Papiertonne geleert? Wer klopft? Nie schenkt mir das Wohnzimmer dazu eine Antwort. Mist.

In meinem knusprigen Hirn rattern die Räder, auch wenn das Schmieröl fehlt. Dazu diese kalt nasse Herbststimmung. Alles alte verabschiedet sich, wird nicht mehr gebraucht, kann weg. Wann ist das bei mir so weit? Huch, nein, sooo alt und unbrauchbar empfinde ich mich nun auch wider nicht. Aber wohin fließt all meine Energie? Verwende ich sie für die richtigen Dinge? Ja, mei …

Es läutet. Sohn No vier steht begeistert vor der Tür: „Mami, schau mal! Ist dieses Herbstblatt nicht wunderschön?“

2 Gedanken zu “Alltagsmüdigkeit

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s