Das wunderbar Blau

Das Meer liegt ruhig vor mir. Dehnt sich aus in die schiere Unendlichkeit, umfängt meine Gedanken, wiegt mich sanft, schenkt mir Urvertrauen in das Sein und die Dinge des Lebens. Daher brauche ich es. Ich brauche dieses sanfte Rauschen, den feucht warmen Sand zu meinen Füßen. Schließe die Augen, lasse mich tragen von diesem Geräusch des schaumigen Anbrandens.

Mich reizt dieser undefinierte Streifen am Horizont. Ob flimmernde Luft, Unendlichkeit oder Meereshorizont. Er zieht mich in die Ferne zu Stränden und hoch hinaus.

 

Am Strande

Vorüber die Flut.
Noch braust es fern.
Wild Wasser oben
Stern an Stern.
Wer sah es wohl,
O selig Land,
Wie dich die Welle
überwand.
Noch braust es fern.
Der Nachtwind bringt
Erinnerung und eine Welle
Verlief im Sand.

Rainer Maria Rilke

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