Heidi heida

Wenn ich diesen Sommer so vor mich hin träume, dann purzeln meine Gedanken umeinander. Sie balgen sich förmlich um meine Aufmerksamkeit und können auch nicht fertig gedacht werden. „Hab ich da nicht doch zu viel Salz rein? Nein, schau Dir das an! Was wollte ich noch auf die Einkaufsliste schreiben? Und der Uhu? Den brauchen die Kinder ja auch noch, also auch noch drauf. Was der eine da gestern wieder erzählt hat! Zum brüllen komisch, der Kerl. Ach, wenn der andere doch auch nur mal … Hoppla, den kennst Du doch. Wo hast Du ihn das letzte Mal gesehen? Auf dem Fest von Vera? Auf dem diese komische Frau dieses unmögliche Kleid anhatte? Ich würde gerne mal wissen, was die Leute über meinen Aufzug so sagen. Immer Jeans und T-Shirt … Ach, ob noch Sommerschlussverkauf ist? Nee, eigentlich habe ich kein Bock auf das Shoppen in der Stadt …“

So geht es ohne Punkt und Komma. Selten genug sind die Sätze zu Ende gedacht. Eigentlich sind es nur Satzfragmente, die durch mein Hirn wehen und selten genug einen erinnerungswürdigen Eindruck auf mich machen.

Abends versuche ich mich zur Zeit darauf zu besinnen, was gut was heute, oder schlicht, an was ich mich am Besten erinnere. Was vom heutigen Tag ist mir am eindruckvollsten erschienen? Das sind selten Worte oder Gedanken. Meist sind es Taten.

Heute hat mich zum Beispiel nachhaltig beeindruckt, dass ich vom gestrigen Weinkonsum in Mitleidenschaft gezogen vormittags in die Fröttmaninger Heide gekotzt habe.

Ein Gedanke zu “Heidi heida

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s