Der Steppenwolf

Harry Heller und seine Lebenskrise hat mich durch die Abnabelung von meinen Eltern begleitet. Zu sehen, dass ein 50jähriger Mann eine ebenso satte Existenzfrage mit sich herum trägt, hat mich damals erstaunlicherweise ermutigt. Auch Erwachsene wissen nicht alles, also kann ich mich ebenso (und deutlich frohgemuter) ins Leben stürzen.

Als der Roman 1927 erschien, gab es ein deutlich geteiltes Echo auf die Auseinandersetzung mit dem Bürgertum und die existentialistische Schilderung der Lebenskrise von Harry Haller. Von der Literaturkritik bereits bei Erscheinung gefeiert, wurde der Roman in den Folgen der 1960-Generation wiederentdeckt und steht in schriftstellerischer Experimentierfreude James Joyce „Ulysses“ in nichts nach.

Persönlich finde ich den Steppenwolf nachvollziehbarer (da kein stream of consciousness) und lese ihn gleich nach Der Fänger im Roggen nochmal. Eine bessere literarische Begleitung eines Teenagers kann ich mir nicht vorstellen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s