Packen für die Osterferien

Das Work-Out jeder Mutter in den Ferien, meist auch ein, zwei Tage vor Ferienbeginn? – Das Packen. Jedes Mal erledige ich das für vier Männer und meine Wenigkeit. Na ja, was man als heimliche Prinzessin halt alles so mitnehmen möchte …

Am Tag des großen Packens summen mir sämtliche To-Pack-Listen im Hirn wild durcheinander. Auf dem Esstisch stapeln sich mitzunehmende Häuflein: Lesestoff, Bastel- und Lernutensilien der Kinder, eventuelle Gastgeschenke, Sportausrüstungen für Tennis, Reiten, Skifahren oder Wandern. Und was daran ist das Schlimmste an den Osterferien?

Dass sich das Wetter dieser Leidenstage Christi nie entscheiden kann, ob es noch Winter oder schon Frühling/Sommer spielt. Dadurch erhöht sich mein Leidensdruck durch unkontrollierte Packberge für jede Wettereventualität, denn leider fahren wir nicht in eindeutige Sommerhochburgen oder zielsicher an den Nordpol.

Nein, in unseren Breiten muss sowohl die Matschhose samt Schal, Mütze und Gummistiefeln als auch Badehose, Shorts und T-Shirt mit in den Koffer. Wenn ich also höchst effektiv viermal die Stapel für Bade- und Schmuddelwetter zusammengestellt habe, verkündet mir mein Mann, dass er schon fertig gepackt hat und wenn ich denn nun endlich den Kühlschrank in ein portables Picknick für die Autofahrt verwandelt habe, dann könnten wir doch eigentlich los, oder?

In diesem Moment tritt mir der kalte Schweiß auf die Stirn, denn ich habe für mich noch nichts gepackt – und das kann dauern, da ich outfit-orientiert packe … Das heißt ich stelle mir mögliche Situationen meines Urlaubs vor und versuche mich in geeignete Garderobe zu denken, die ich dann so in etwa in meinem Schrank finde und in den Koffer befördere.

Leider kommt es dabei immer wieder zu Brüchen zwischen Traum und Wirklichkeit, was mich schlecht gelaunt auf dem Bett sitzen lässt. Meist, wenn ich mir vorgestellt habe, wie mir George Clooney ein Glas Champagner reicht – er im Smoking und ich im wunderschönen, weinroten Kleid mit Tellerrock (meinen Mann und die vier sabbernden Kinder blende ich einfach aus), gehe ich zum Schrank, ziehe ein knallrotes H&M-Schlauchkleid heraus, ziehe es an, wage einen Blick in den Zimmerspiegel und falle buchstäblich ohnmächtig rücklings aufs Bett.

Nein, die Person in dem roten Quetschschlauch sollte sich schleunigst aus meinem Zimmer verziehen! Die Fastenzeit scheint sich nicht maßgeblich auf meine Figur ausgewirkt zu haben. Also das Ganze nochmal von vorne. Und so geht das gerne mal eine Stunde lang (Clooney und ich beim Wandern/ beim Skifahren/ an der Strandbar von Honolulu/ im Schneesturm).

Schließlich habe ich eine halbwegs passable Auswahl an Clooney-Begegnungsgarderoben beisammen und nehme mir vor auch mit meinem Mann zusammen die Eventualitäten der Osterferien zu genießen und bei jedem Wetter perfekt auszusehen.

Bildquelle: http://www.poplyft.com

2 Gedanken zu “Packen für die Osterferien

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