Selbstverwirklichung

Der Tag an dem ich mich selbst verwirkliche ist noch weit weg.

Derzeit schwitze ich in der Küche, versuche den Kuchen, den mittleren Bildungsweg meines Sohnes und die Mehrwegflaschen elegant zu balancieren. Gelingt mir nicht, auch egal. Nochmal von vorne.
Es geht mir um die Frage, wann ich denn endlich dazu komme den Kopf über Wasser zu halten, Pläne nicht nur aufzusetzen, sondern auch durchzuführen und die Chance sehe mein ureigenes Leben zu leben.

Aber was ist das eigentlich? Bin ich nicht hier aus meiner eigenen Entscheidung? Ist das alles wirklich Schicksal oder doch gewollte Selbstbestimmung im Sinne der Aufklärung? Denn wenn ich mein Leben nochmal als Studentin der Geisteswissenschaften beginnen könnte, würde ich nach kurzer Zeit des Bücherlesens wieder zu Joggen anfangen, mir einen Hund zulegen und mit dem Mann meiner Träume diverse Kinder in die Welt setzen. Tja, und genau da stehe ich ja derzeit.

Wahrscheinlich erfordert das Leben von mir einfach ein gehobenes Maß an Muße, das ich nicht gewillt bin aufzubringen. Dieser Zwischenzustand des Kindergroßziehens und eben nicht Herrin der Lage zu sein, dauert mir schlicht zu lange an. Aber was tun?

Ich werde durchhalten und die kleinen Siege des Alltags feiern. Gemäß dem Motto: „Eigentlich bin ich ganz anders, ich komme nur so selten dazu.“

Bild: Fotoaufnahme des Straßenschilds auf der A 93/E 45 bei Kufstein

2 Gedanken zu “Selbstverwirklichung

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