Meine Adventswünsche

Im Advent kehre ich um. Das Häuflein Elend in mir lege ich Gott vor die Füße und hoffe, dass er es in einen Edelstein des Glaubens verwandelt:
Meinen hektischen Blick in liebevolle Augenblicke.
Meinen Hass in Respekt.
Meinen Drang immer alles schnell zu regeln in Demut.
Meine Gnadenlosigkeit in Barmherzigkeit.
Mein kleines in ein großes Herz.
Meine Engstirnigkeit in Weitsicht.
Meine Ungeduld in Geduld.
Meine Angst in Mut.
Meinen Neid in Freude.

Vorbild hierfür war meine Freundin Claudia Häffner.

Es weihnachtet sehr, mit Kindern um so mehr

Einige Ideen zur Vorbereitung auf das Fest der Feste:

Bücher für Kinder:
Am Weihnachtsbaume
Ein Buch mit CD und 24 Weihnachtsliedern, die man sich nicht so schnell satt hört.

Marias kleiner Esel, Gunhild Sehlin
In 24 kleinen Kapitel nähert sich der kleine Esel mit festem Schritt der Krippe zu Bethlehem. Dies ist eine wunderbare Reise für Kinder ab vier Jahren, um behutsam das Weihnachtsgefühl und den Zauber der Weihnacht aufsteigen zu fühlen.

Weihnachten im Stall, Astrid Lindgren
Mit schlichten Worten und wunderschönen Bildern findet hier das erste Weihnachten statt.

Hinter verzauberten Fenstern, Cornelia Funke
Ein lebendiger Adventskalender! Na, da staunt Julia nicht schlecht und schon beginnt das Abenteuer …

Das Geheimnis der Weihnachtswichtel, Sven Nordqvist
Den Autor kennen wir alle von Petersson und Findus. Aber die Weihnachtswichtel? Eine eigene Welt – besonders, wenn der Pudding nicht dort steht, wo er hin sollte.

Schnauze, es ist Weihnachten, Christine Angermayer
Hund und Katze beobachten die Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest mit Staunen und Unglauben. 24 Kapitel mit verschlossenen Buchseiten – Spannung für die ganze Familie.

Filme:
Der Polarexpress, Disney
Ein ungläubiger Junge reist ins Land von Santa Clause und erlebt so manches Wunder.

Der Prinz von Ägypten, Disney
Die Geschichte von Moses Auszug aus Ägypten wird sehr eindrücklich und mit herrlicher Musik geschildert.

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
Ein wirklicher Klassiker! Auch wenn der Film schon 40 Jahre alt ist, so begeistert er immer noch all meine Söhne.

Der kleine Lord
Der verbitterte alte Lord wird durch den wiedergefundenen Enkel menschlich – ein Muss für die Feiertage, oder während des Wartens auf das Christkind …

Ohne das Lesen des Lukas-Evangeliums aus der Bibel, Schlittschuhlaufen, Weihnachtsmarkt, Rodeln (wenn denn endlich Schnee liegt), wird es für uns nicht Weihnachten.

Ohne Sport fit

Diese neuen Handys haben ja alle eine Schrittzählerfunktion. Wenn nicht, dann kann man sich leicht so ein Feature herunterladen. Seitdem versuche ich täglich meine 10.000 Schritte zu erreichen. Das mache ich ganz spielerisch und bin immer wieder belustigt, wenn ich die Wäsche in den Keller, die getrocknete wieder hinauf und den Wasserkasten aus der Garage schleppe – denn alles wird auf meinem Schrittzähler verbucht.

Nicht immer schaffe ich die Hürde der 10.000 Schritte. Manchmal sind es nur 8.000, manchmal nur 5.000. Der Witz daran ist, dass ich dazu nicht mal groß Sport treibe. Nein, allein mein Alltag jagt mich durch fiktive 15 Stockwerke: Mit dem Hund durch den Park, zu Fuß zur Schule den Jüngsten abholen, Hetze durch den Baumarkt: „Ach, die

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Schrittzähler – App aus dem App-Store

Zweige für den Adventskranz sind hinten in der Gartenabteilung, der Strohring liegt aber neben dem Eingang?!“

Zur selben Zeit geht die Alarmanlage im Auto an und ich eile in die Tiefgarage. Nach Rettung des Hundes vor dem Bewegungsmelder gehe ich zurück zu
Kasse und zahle. Wieder im Auto genieße ich zehn Minuten die Musik im Radio, bevor ich in der Sporthalle beim Abbau der Geräte helfe.

Statt einem mürrischen Gesicht, wie so manch andere Elternteile, denke ich an mein Handy in der Jackentasche, das alles mitprotokolliert. Nach dem Verräumen der Wochenendeinkäufe, dem Zubettbringen der Kinder und dem Instandsetzen der Wohnung sitze ich abends endlich auf der Küchenbank und genieße meine leicht kribbelnden Füße.

Jetzt gönne ich mir den Blick auf das Smartphone, um meine Tagesbilanz zu checken. Ein Lächeln huscht über mein Gesicht – 12.378 Schritte. Da betritt mein Mann die Küche: „Ich freue mich so auf den nächsten Urlaub. Endlich wieder Skitouren in undurchdringlichem Fels. Dieses ewige Sitzen im Büro …“

Das Lächeln entgleitet mir. Wie bitte – noch mehr Schritte?!? Da wundere ich mich nicht mehr, wenn es Streit bei der Urlaubsplanung gibt. Er will in den Aktivurlaub und sie nur ihr Handy nicht mehr zum Glühen bringen.

Diese ach so stade Zeit!

Oft suche ich sie. Sie entgleitet mir ständig, aber besonders schlimm ist es in dieser oft „staden“ Zeit. Also in den paar Wochen vor Weihnachten. Auch jetzt scheint es weniger Zeit als sonst zu geben.

Mir scheint, als ob ein unsichtbarer Zeitwichtel aus dem Weihnachtsland jedes Jahr wieder schaut, wie viel wir Mütter in dieser Zeit schaffen, wenn er dabei heimlich, heimlich an der Uhr dreht …

Es beginnt ganz harmlos damit, dass man sich Gedanken macht, bis wann die Kinder ihre Wunschzettel fertig haben und ob aus den Sommerferien ein geeignetes Bild für die Weihnachtskarte dabei ist. Ich lasse mir Zeit beim Aussuchen des Designs, der Schrift- und Farbwahl. Wann gehe ich denn in die Stadt, um für die Patenkinder (und natürlich auch die Patenkinder meines Mannes) Geschenke auszusuchen. Diese kommen in die Ecke für den einen Postgang, den ich plane. Ha, wäre doch gelacht, wenn ich mich öfters in diese Schlange stellen muss! Oh, da brauch ich auch noch die Kalender für die Omas und Opas. Was basteln die Jungs denn dieses Jahr für die Paten? – Der Zeitwichtel beginnt sachte am Uhrband zu ziehen.

Wann kommen denn nun die Weihnachtskarten? Die muss ich ja noch schreiben! Was auf meinem Schreibtisch indes ankommt sind Einladungen zu Schulveranstaltungen: Kranzbinden mit nur einigen Kleinigkeiten, die bitte von den Eltern zu besorgen sind, Schulweihnachtsfeiern („Bitte studieren Sie mit Ihren Kindern kleine Weihnachtslieder auf dem Instrument und bringen Sie doch Selbstgebackenes mit.“), Wichtelgeschenke und Weihnachtsdeko für die Klassen sind zu besorgen.

Die Weihnachtskarten sind da – hurra! Nun wird abends geschrieben. „Du, Mami, wann hängst Du denn den Adventskalender auf?“, fragt mich der Sechsjährige. Ach Du grünen Neune! Morgen ist ja der erste Dezember! Nachts werden die Säckchen aufgehängt und nur das erste befüllt. Puh!

Der Zeitwichtel zieht fester an der Uhr …

Also, für das Kranzbinden bin ich gerüstet. „Was schenken wir denn den Sportlehrern vom Verein?“, eine andere Mutter bricht bei diesen Worten stöhnend zusammen … Es wird eine kleine Menge Geld gesammelt, der Gutschein später besorgt. Weiter geht’s, der Zeitwichtel bringt mich so langsam ins Schwitzen, auch wenn der Adventskalender mittlerweile leidlich befüllt worden ist. In einer Mußestunde dekoriere ich die Wohnung, schreibe gefühlte 200 Weihnachtskarten und backe mit den Kindern Plätzchen … Der Postberg füllt sich.

Jetzt noch die Geschenke für die Kinder (am besten online shoppen), die selbstgemachten Marmeladen für die Klassenlehrerinnen beschriften, alles verpacken – den Mann nicht vergessen! Oh mein Gott, was schenke ich dem denn? Der Zeitwichtel beginnt zu lachen, ich zu stöhnen. Diverse Adventseinladungen zu Tee und Plätzchen finden ohne mich statt, da ich noch mit einem riesigen Berg drei Stunden auf dem Postamt verbringe. Verschwitzt eile ich zum Metzgers meines Vertrauens und bestelle das Weihnachtsessen vor.

Es ist mittlerweile der 21. Dezember und ich habe den Vorrat an Weihnachtskerzen für den Baum noch nicht überprüft. Immerhin haben wir einen Baum, da den immer mein Mann besorgt. Die Frage, ob wir nicht als Familie mal in den Wald ziehen, um einen eignen Baum auszusuchen und nach Hause zu geleiten, hat bei mir einen Heulkrampf ausgelöst. Also nicht, der Baumverkäufer meines Vertrauens hat meine Vorauswahl meinem Göttergatten präsentiert, gekauft, geschleppt und aufgestellt.

Wenn alle Weihnachtsfeiern in der Schule, im Sportverein, der Musikschule, dem Freundeskreis und der Krabbelgruppe gefeiert sind, alle Kinder endlich in die Weihnachtsferien starten, dann steht noch der schlimmste Abend ins Haus: der 23. Dezember. Die Kinder wollen vor Aufregung nicht ins Bett, der Baum nicht ins Wohnzimmer passen. Wo ist denn der Weihnachtsschmuck? Ist denn das eine Geschenk immer noch nicht per Post geliefert worden??

Ah, da ist es. Der Schweißausbruch ist abgewehrt. Noch ein kleiner Geschenkeverpack-Marathon, ein letztes Kügelchen auf den Baum, die Krippe platziert und schlaflos mit kribbelndem, weil überarbeiteten Körper ins Bett. Dann steht dem Weihnachtstag nichts mehr im Weg – und mein Mann fragt sich immer, warum die erste Flasche Rotwein so schnell leer ist. Der Zeitwichtel und ich prosten uns zu.

Bis zum nächsten Jahr in der staden Zeit …

Die zwei Wölfe

– Psychologie für Kinder und Erwachsene

Eines Abends erzählte ein alter Cherokee Indianer seinem Enkel vom Kampf, der im Innern der Menschen tobt.

Er sagte: „Mein Sohn, dieser Kampf findet zwischen den beiden Wölfen statt, die in jedem von uns wohnen.

Der eine Wolf ist das Böse. Er ist Zorn, Neid, Eifersucht, Kummer und Sorgen, Schmerz, Bedauern, Habgier, Arroganz, Selbstmitleid, Feidseligkeit, Vorurteil, Minderwertigkeitsgefühl, Lüge, falscher Stolz, Überheblichkeit und Ego.

Der andere ist das Gute. Er ist Freude, Frieden, Liebe, Hoffnung, Gelassenheit, Heiterkeit, Demut, Güte, Freundlichkeit, Zuneigung, Wohlwollen, Geoßzügigkeit, Wahrheit, Aufrichtigkeit, Mitgefühl und Vertrauen.“

Der Enkel dachte nach und fragte: „Welcher Wolf gewinnt den Kampf?“

Der alte Indianer antwortete: „Der, den Du fütterst.“

Indianerweisheit

 

Martin – ein modernes Kinderbuch

von Doris Dörrie, ab vier Jahren

Ich liebe dieses Kinderbuch! Hier wird die Martinsgeschichte vom Heiligen St. Martin ins Heute versetzt.
Hier ist Martin circa acht Jahre alt. Er geht mit seinen beiden Freunden an einem kalten Wintertag im Neuschnee rodeln. Leider nötigt ihn seine Mutter die blöde Mütze aufzusetzen und natürlich seine dicke Winterjacke. Am Fuße des Berges sitzt eine ältere Dame und schaut den Jungs beim Rodeln zu. Aber zu Martins Verwunderung trägt sie nur einen Pullover und keine Jacke … „Sie ist eine Pennerin!“, weiß Martins Freund. Die Jungs rodeln weiter, aber Martin lässt das Bild der alten, frierenden Dame nicht los. Schließlich fasst er sich ein Herz und spricht die Dame an. Martins Freunde zieht es heim zum Kakaotrinken. Nur Martin bleibt und lässt letztendlich das Wunder der Barmherzigkeit für uns und unsere Kinder nochmal wahrhaftig werden, denn „jetzt ist es schön warm auf der einen Seite – besser als auf keiner Seite.“

Gänsehautfeeling garantiert.

Martin beim Hugendubel

weitere Highlights (für Erwachsene) von Doris Dörrie:
Das blaue Kleid
Was machen wir jetzt?
Kirschblüten
Männer
Liebe, Schmerz und das ganze verdammte Zeug

Ein Engel im Fiat?!

Autowaschen. Das muss mal wieder sein. Und aussaugen. Sonst zerfällt das gute Ding selbst zu Staub, oder Herbstlaub, oder … was weiß ich. Darauf habe ich selten Lust. Mich begleitet ein ungeduldiger 10jähriger, der gleich sein hart erspartes Taschengeld in einen neuen Fußball investieren möchte. Daher der Ausflug eben jetzt noch an der Tanke vorbei.

Aber in die Waschanlage fahre ich jetzt nicht! Da ist auch tatsächlich eine Schlange von ganz und gar herbstsauberen Autos davor. Unglaublich, wer alles scheinbar freiwillig seine Karre in blitzsauberem Zustand wissen möchte. Wahrscheinlich ist das ein deutsches Phänomen.

Immerhin die Staubsauger sind frei. Ich suche mir einen aus, parke und packe mein Auto aus: Die Kindersitze, Fußmatten, Rotztücher in den Müll, eine alte Wasserflasche auch dazu. Es beginnt zu dunkeln – wie praktisch.

Der Sohn wartet ungehalten neben dem Auto, trotzt und weigert sich meine Handtasche kurz zu halten. Ich lege sie aufs Autodach. Relativ zügig arbeite ich mich durch die Laubblätter und festgetrockneten Dreckspritzer im Auto. „Mami, ich will jetzt weiter!“, so treibt der geliebte Spross. Für einen Euro kann man hier aber auch echt lange Staubsaugen. „Mami!“ Na gut, ich packe alles ins Auto, wir steigen ein und fahren los.

Etwas klappert in der ersten Kurve. Die beiden Wasserflaschen im Kofferraum? Wahrscheinlich. Ach! Jetzt auch noch so ein kleiner, langsamer weißer Fiat und der hat noch nicht einmal Licht an. Mittlerweile ist es stockdunkel.

Ich überhole ihn zügig. Wieder dieses Klappern … Aber was hat der Kerl?! Jetzt macht der Fiat auch noch Lichthupe! Und das ohne Ende! Hab ich den so rücksichtslos überholt? Jetzt schon wieder! Und da, jetzt dämmert es mir – oh mein Gott!!! Ich fahre augenblicklich rechts ran. Ich bin kalkweiß im Gesicht, das Herz in der Hose.

Ich steige aus und blicke aufs Autodach und da liegt sie – meine Handtasche.

Der Herr in dem Fiat schaut mich aufmuntern und freudig an, er winkt mir zu. Ich strahle übers ganze Gesicht und werfe im eine Kusshand zu – mein Engel.

Hach, diese Erleichterung! Was für ein wunderbarer Tag.

 

 

 

Reisen

Oder was mit Janoschs Panama passierte, während wir die Welt entdecken.

Man fährt weg und kommt wieder.

Nichts hat sich verändert und doch ist alles anders. Dieser Ort einer Heimat hat sich eben nicht mit einem weiterentwickelt. Er stagniert, wo wir unsere Erfahrungen mit fremden Taxifahrern machten. Hier brannte kein Licht, während unsere Partylichter nicht erlöschen wollten.

Und doch ist hier das Gras im Garten gewachsen, ebenso der Postberg und die Stielaugen der Nachbarin.

Jeder Ort entwickelt sich. Egal wo wir sind. Und wir mit ihm. Da kommen wir nicht raus, egal, wie fest wir die Türen hinter uns zuschlagen.

Reformation – und Du?

So viel mehr als Gewitter, Gefurze bei Tisch, Thesen, Flucht (vogelfrei – was für ein Wort!), Junker Jörg und Schreibarbeit …

Ich gehe gern in die Kirche. Warum? Das ist eine längere Geschichte. Zum einen schätze ich diese analoge Berieselung von oben. Ich muss da hingehen, keiner kommt zu mir mit den Lehren, Einsichten und Ansichten. Das steht einer auf der Kanzel und erzählt mir was. Ich höre zu und versuche zwischen dem Gesagten und mir eine Verbindung herzustellen.

Meist gelingt das ganz gut. Dann ist es ein wunderbarer Tag – ich öffne meinen Geist, kann nur hören, nicht wiedersprechen. Versuche umzusetzen, was mich betrifft.

Und dann gibt es diese Tage, da die Predigt an mir vorbeirauscht, ich mich in den rituellen Abläufen des Gottesdienstes und seinen Liedern wiederfinde. Ich trage dann meist zu viel mit mir herum. Aber egal wie es ist, hierher kann ich immer kommen, kann schweigen, zuhören und einfach nur sein und gerne glauben.

Anders stelle ich mir das vor, wenn man vor dem Jahr 1516 eine dieser kalten Kirchen ohne Sitzbänke betrat, um den Hoheiten in alltagsfremden Latein zu lauschen, einfach, weil es die Obrigkeit gebot und es etwas Körperwärme des Nachbarn versprach, sowie eine kurze Pause im Weihrauch von der Stall- Respektive Feldarbeit. Auch mal ein anderer Duft …

Aber diese Sprache? Damals konnten die wenigsten Kirchenbesucher überhaupt lesen, geschweige denn Latein verstehen. Der steuerentrichtende Pöbel war ein Spielball absoluter Herrschaftssucht von falsch verstandenen Gottesabtrünnigen. Vom Ablasshandel ganz zu schweigen. Das können wir uns hierzulande nur noch unter den Steuersünden der Bundesregierung im Schwarzbuch vom Bund der Steuerzahler vorstellen – und dabei werden wir bei diesem Steuerzahlen noch nicht einmal von unseren eigenen Sünden befreit! Na ja, anderes Thema …

Da kommt dann einer aus den eigenen Reihen und fordert Gleichheit, Freiheit und Transparenz – obwohl er die verkalkte Kirche eigentlich nur zu deren ehemaliger Grundform zurückführen möchte. Na gut, und übersetzen. Aber das bedeutet für mich eigentlich genau dieser Freiheits- und Gerechtigkeitsgedanke:

Erst wenn ich verstehen kann zu was ich mich verpflichte, kann ich das auch tun. Dann kann ich mich verpflichtet fühlen – und zwar nicht den Popanzen gegenüber, sondern Gott.

Das alles beinhaltet für mich die Reformation, die mit diesem Kirchenjahr beginnt und sich im Jahr 2017 zum 500sten Mal jährt. Begonnen mit Martin Luther, begonnen mit den 95 Thesen an seiner Kirche in Wittenberg.

Tipps zur Selbsterfahrung mit der Reformation:
Biografie Martin Luther, Heinz Schilling (selbst kein Pastor)
die „neue“ Luther-Bibel von 2017
Besuch der Wartburg in Thüringen
App Martin Luther – für Kinder geeignet

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Luther-Bibel 2017