Blick über die Landschaft

Rapsgelbe Felder, sanfte Hügel, Sonnenlicht, das streichelt, sich aber vorbehält demnächst Regen zu schicken. Dickes Grün überall. Zarte Blumenwiesen, der Stadtring von Klatschmohn verländlicht. Die Straßen sind grau, wie überall. Viel zu viele, viel zu schnelle Autos rasen um mich herum. Mein Weg führt geradeaus. Autobahn. Wie wunderbar verzaubert einen diese Landschaft! Lockt den Blick weg vom Alltag hinaus ins Land. Dieses Land voller Köpfe, deren Beweggründer ich nicht kenne und keiner verstehen kann. Sorge um Verlust treibt den Einzelnen Angstschweiß ins Gesicht und Zorn auf die Stirn. Woher nur kommt diese alles durchströmende Unsicherheit? Woher diese mangelnde Zuversicht in das eigene Können – losgelöst vom Können des Nachbarn? Lasse ich den Blick auf die mich umgebende Gesellschaft schweifen, dann muss man sich ernsthaft Sorgen um den Geisteszustand dieser machen. Wenn Leute wie Alexander Gauland oder der britische Nigel Farage (Vorsitzender der populistischen United Kingdom Party (Ukip) sich aufschwingen, um ihre Rednermacht zu nutzen, um Ängste zu schüren, denen Taten folgen, dann muss es jetzt auch Leute geben, die aufstehen und Gegenrede halten. Leute, denen diese Landschaft und die darin lebenden Menschen schätzen. Leute, die aufbauen und erhalten wollen – nicht zerstören, wie wütende Kleinkinder den Sandkuchen im Kasten. Ich liebe dieses Land, ich liebe und lebe den internationalen Zeitgeist, der einen spürbar umweht. Gemeinsam statt einsam, vorwärts statt rückwärts – alle miteinander.

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